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90/10, 60/40 oder Federn: Was die Zahlen wirklich sagen

90/10 heißt: 90 % Daunen und 10 % Federn. Das beschreibt die Mischung, nicht die Qualität. Für eine leichte, bauschige Decke sind viele Daunen besser. Federn wiegen mehr, kosten weniger und machen die Decke fester.

von der Redaktion aktualisiert am 03. November 2026 4 Min. Lesezeit

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Symbolbild (KI-generiert): flauschige Daunen und kleine Federn mit sichtbarem Kiel auf grauem Leinenstoff.
Bild: KI-generiert (OpenAI)

Kurz gesagt

Daunen sind die weichen Büschel ohne festen Kiel, Federn haben einen Kiel. Je mehr Daunen, desto leichter und bauschiger die Decke, und meist desto teurer. 90/10 ist eine gängige Mischung, aber laut einem Schweizer Hersteller keine Qualitätsklasse. Die Klasse I oder II nach EN 12934 steht extra auf dem Etikett.

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Der Unterschied in einem Satz

Eine Daune ist ein weiches Büschel ohne festen Kiel und schließt viel Luft ein. Eine Feder ist flacher und hat einen deutlichen Kiel.

Symbolbild (KI-generiert): flauschige Daunen und kleine Federn mit sichtbarem Kiel auf grauem Leinenstoff.
Oben die Daune, unten die Feder.Bild: KI-generiert (OpenAI)

Was die Mischungen im Alltag bedeuten

MischungSo liegt sieWofür sie passt
100 % Daunensehr leicht, sehr bauschigwenn du gar keine Federn willst, hier mehr
90 % Daunen, 10 % Federnleicht und bauschig, die gängige Wahldie meisten Schläfer
60 % Daunen, 40 % Federnetwas fester, weniger bauschigwenn du sparen willst
10 % Daunen, 90 % Federnschwer und fest, das ist eine FederdeckeGästebett oder knappes Budget

Die Spalte „So liegt sie“ fasst zusammen, was Hersteller und Fachhändler schreiben. Selbst geprüft haben wir das nicht.

Vorsicht bei Angeboten

Bei manchen Angeboten steht „Daunendecke“ im Titel, obwohl die Füllung zum großen Teil aus Federn besteht, etwa 15 % Daunen und 85 % Federn. Bei Decken mit hohem Federanteil lesen sich die Titel oft fast gleich wie bei echten Daunendecken. Achte deshalb auf diese Zeichen:

  • Die Mischung steht nur klein oder gar nicht im Titel.
  • Im Titel steht „Federn & Daunen“, die Federn also zuerst.
  • Das Gewicht ist auffallend hoch, etwa über 1.500 g bei einer Ganzjahresdecke.

LaModula schreibt, das Mischverhältnis müsse laut EU-Verordnung angegeben werden. Fehlt es also, frag nach oder kauf woanders.

Klasse und Füllkraft

Weitere Fachwörter erklärt das Glossar.

Klasse: Laut Traumpass sind I und II die beiden höchsten Klassen nach EN 12934. BEFA nennt zur Prüfung eine Toleranz von bis zu 5 Prozentpunkten beim Daunenanteil. „90 %“ kann also in der Praxis etwas darunter liegen.

Füllkraft: Sie zeigt, wie stark die Daunen aufbauschen. Sie steht längst nicht überall. Mehr dazu unter Füllkraft erklärt.

Unsere Empfehlung

Schnell entschieden

Alle Picks stehen im Vergleich. Zur Frage Gans oder Ente gibt es eine eigene Seite.

Warum Daunen teurer sind

Daune und Feder stammen von denselben Tieren, also von Enten und Gänsen. Eine Daune wiegt kaum etwas und schließt viel Luft ein. Das ist der Grund, warum eine Daunendecke leicht ist und trotzdem wärmt. Federn tragen dagegen einen festen Kiel. Sie wiegen mehr und liegen flacher. Du siehst den Unterschied am besten bei BEFA: Für dieselbe Ganzjahresstufe stecken in der Federdecke 1.200 g, in der Daunendecke 624 g.

Was gegen viele Federn spricht

  • Gewicht. Mehr Füllung auf dir, die Decke liegt schwerer auf.
  • Kiele. LaModula schreibt, ein hoher Federanteil erhöhe das Risiko, dass Kiele durch den Bezug stechen.
  • Trocknen. Mehr Füllung hält mehr Wasser. Das gilt für jede schwere Decke.

Was für Federn spricht

  • Der Preis. Federdecken liegen in der unteren Preisklasse. Für ein Gästebett reicht das oft.
  • Das Gefühl. Manche mögen eine Decke, die fest und schwer aufliegt. Dafür gibt es keinen besseren oder schlechteren Geschmack.

Eine solche Decke für das Gästebett findest du unter günstige Decken.

100 % oder 90 %?

Reine Daune klingt nach dem Besten. BEFA schreibt aber, das sei nicht immer besser, denn 10 % Stützfedern gäben der Decke Form. BEFA verkauft allerdings selbst beides. Auch der Warentest von 2020 zeigt, wie schwer das zu halten ist: Bei der Traumina Cube steckten laut t-online etwa 10 % Federn in der Decke, obwohl 100 % Daunen angegeben waren. Mehr dazu unter 100 % Daunen.

Das Etikett liest du so

Auf einem guten Etikett stehen zwei Dinge. Erstens die Mischung, etwa „90 % Daunen, 10 % Federn“. Zweitens die Klasse. BEFA nennt für die Prüfung des Daunenanteils die Norm DIN EN 12934 und eine Toleranz von bis zu 5 Prozentpunkten. Dazu kommt oft die Tierart. Laut dem Warentest-Bericht von t-online stimmte das nicht immer: Bei einer Decke war ein Drittel der Daunen von der Ente, obwohl nur Gans auf dem Etikett stand.

Du kannst das als Käufer nicht nachprüfen. Du kannst aber darauf achten, ob ein Anbieter die Angaben überhaupt offen nennt und ob ein Prüfsiegel dabei ist. Beim Siegel Traumpass wird die Füllung laut Anbieter anonym geprüft.

Was oft gefragt wird

Was ist besser, 100 % Daunen oder Federn?

Für eine leichte, bauschige Decke sind Daunen besser. Federn sind schwerer und wärmen pro Gramm schlechter: BEFA braucht in derselben Stufe 1.200 g Federdecke statt 624 g Daunendecke. Federn sind aber günstiger und liegen fester auf. Reine Daune ist nicht zwingend nötig, 90/10 ist die gängige Mischung.

Ist 90/10 eine Qualitätsklasse?

Nein. Der Hersteller bettdecken.ch schreibt ausdrücklich, 90/10 sei keine offizielle Qualitätsklasse und sage nichts über die Gesamtqualität aus. Es beschreibt nur die Mischung. Die Qualität zeigen eher Klasse, Füllkraft und Verarbeitung.

Was bedeutet Klasse 1 bei Daunen?

Klasse I und II sind laut Traumpass die beiden höchsten Klassen nach EN 12934. Viele Hersteller nennen ihre Füllung so. Der Warentest von 2020 zeigte allerdings, dass die Angabe auf dem Etikett nicht immer stimmte: Bei einer Decke steckte laut t-online Klasse II statt Klasse I darin.

Belege

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